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Verspannungen Ein Pferd hat über 250 Muskeln, die meisten davon sind paarig, also doppelt angelegt (z.B. rechter und linker Oberschenkelmuskel). Diese Muskeln machen rund 60% der Körpergewichtes aus. Unter den Muskeln wird zwischen 2 Arten unterschieden: Zwischen denen, die dem Willen unterliegen und denen, die vom vegetativen Nervensystem automatisch reguliert werden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Was ist eine Verspannung? Jeder Muskel hat eine sogenannte Grundspannung (Tonus). Eine Spannung die geringer ist nennt man Hypotonus. Sie kann verschiedene Ursachen haben, ist jedoch immer krankhaft bedingt. Bei einer Verspannung kommt es zu einer Anspannung des Muskels oder einer Muskelgruppe über das normale Maß hinaus (Hypertonus). So ein Muskel kann nicht mehr richtig arbeiten. Bleibt dieser Zustand bestehen, müssen umliegende Muskeln seine Arbeit übernehmen. Die zwangsläufig entstehende Mehrbelastung wird weitere Verspannungen zur Folge haben. Meist ist dies sehr schmerzhaft. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ursachen: Einige Verspannungen basieren auf krankhafte Veränderungen des Körperbaus oder sind in Gebäudefehlern begründet. Auch Traumen wie Tritte und Stürze... können Verspannungen hervorrufen. Allerdings sind viele Verspannungen nicht medizinisch begründet und finden ihre Entstehung durch andere Faktoren ( z.B. schlecht sitzende Ausrüstung, unsachgemäße Ausbildung, falsche Hilfengebung, Fehl- und Überbelastung, körperliche Probleme des Reiters, Zahnprobleme, aber auch Angst und Stress). | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wie machen sich Verspannungen bemerkbar? Die folgende Aufzählung gibt nur einen Einblick über mögliche Symptome. Sie dienen keines Falls als Ersatz einer tierärztlichen Untersuchung/ Diagnosestellung. Sie entbindet den Tierhalter nicht von seiner Eigenverantwortung für sein Tier. Die Autorin kann für evtl. Schäden nicht zur Verantwortung gezogen werden! Leistungsrückgang (Lektionen gelingen nicht mehr oder werden komplett verweigert) motorische Störungen (Taktfehler, Stolpern, steifer Gang) Anspringen im Kreuzgalopp Abwehrreaktionen beim Putzen, Satteln, Aufheben der Beine Verwerfen im Genick schiefe Schweifhaltung massive Abwehrbewegungen bis hin zum Steigen Oft werden solche Verhaltensweisen als Widersetzlichkeit gedeutet und werden mit Mehrarbeit quittiert, was jedoch in vielen Fällen zu einer Verschlimmerung der Problematik führt. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Folgen von Verspannungen Ein verspannter Muskel tut weh. Der Körper entlastet daher den schmerzhaften Bereich, dies führt wie gesagt zu einer Mehrbelastung der umliegenden Muskeln. Wird das Pferd nun weiter gearbeitet, sind über kurz oder lang Sehnenschäden zu erwarten. Sehnen sind die Anfangs- und Endstrukturen der Muskeln, sie werden wenig durchblutet und sind nur gering dehnfähig. Daher sind sie auch anfällig und bedürfen langwieriger Behandlungen, bei der Rückfälle keine Seltenheit sind. Sehnenschäden sind die Schreckgespenster unter Pferdeleuten, nur die den Sehnen vorgeschaltene Muskulatur wird meist nicht ausreichend beachtet. Ein verspannter Muskel ist zusammengezogen, er kann seine volle Länge nicht mehr entfalten. Folglich erhöht sich der Zug an den (wenig dehnfähigen) Sehnen. Im schlimmsten Fall führt dann der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt zu schlimmen Verletzungen (unebener oder tiefer Boden, enge Wendung, schlechte Landung nach dem Sprung...) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ein Muskel reagiert auf Reize ( Belastung, Trauma, Stress...) mit Anspannung. Gerade bei der stressbedingten Anspannung kann dies jedoch schnell zur Gewohnheit werden. Stress entsteht bei Pferden, wenn diese ständig oder häufig Stressfaktoren ausgesetzt sind. Diese können sein: Entzug elementarer Bedürfnisse wie Sozialkontakte und Wälzen, Inkonsequenter Umgang, permanente Über- oder Unterforderung etc. Ist diese Anspannung einmal zur Gewohnheit geworden ist dem betroffenen Pferd nicht bewusst, dass es einen Teil seiner Muskulatur chronisch verspannt hält und weiss auch nicht, wie es und dass es sie wieder entspannen soll. Dieser Zustand gleicht einer Wahrnehmungsblockade und wird als sensorische Amnesie bezeichnet. Dass ein solches Pferd in seiner Leistung eingeschränkt ist und Hilfe benötigt versteht sich eigentlich von selbst... | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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